Lehren aus Corona

Ich möchte die Perspektive wechseln, den Blick öffnen, das Virus nicht als Feind betrachten, das es zu bekämpfen gilt. Sondern eher als Chance zur Entwicklung. Was lernen wir als Menschheit durch das Corona-Virus?

Wie wir das auch bei anderen Krankheiten zuweilen machen: gucken, was wir daraus lernen können. Nur dieses Mal handelt es sich nicht um eine individuelle Krankheit, sondern um eine kollektive, eine Krankheit der Menschheit.

Ich fände es gut, wenn wir als Menschheit uns überlegen, was wir tun können, um uns weiter zu entwickeln. Im Sinne meines Lehrers Mahesh Gandhi, der sagt, dass Krankheit Widerstand gegen die eigene Entwicklung ist. Jeder Einzelne kann  für sich überlegen, was er zur Entwicklung der Menschheit beitragen kann.

Das Corona-Virus hat uns alle in eine unbekannte Situation gebracht - mit den staatlichen Maßnahmen, den Einschränkungen, den Regeln, den Impfungen, den Masken und auch mit der Krankheit und den Toten. Ich erlebe im Privaten und in der Praxis, dass jeder Einzelne seine eigene Art hat, damit umzugehen. Die Corona-Situation holt wie eine Lupe Empfindungen, Ängste, Gefühle, Meinungen in uns hoch. Viele haben Ängste, um die Gesundheit, vor Krankheit, vor zuviel Eingriff des Staates, um die Umwelt, vor den Masken. Aber ich höre auch, dass Corona Entwicklungen begünstigt und beschleunigt hat, auf persönlicher Ebene, dass Emotionen deutlich hochgekommen sind, dass manchem klar wurde, wie viele Kontakte, wie viel Nähe man haben möchte, aber auch auf gesellschaftlicher Ebene, dass in vielen Betrieben Heimarbeit auch nach Corona möglich sein wird, dass Arbeitsstunden dauerhaft reduziert werden können. Dass Umweltthemen mehr zur Sprache kommen, dass mehr regional eingekauft wird. Und es gibt noch viel mehr Aspekte.