Meine Behandlungen basieren auf den Grundsätzen der klassischen Homöopathie, ich ergänze sie jedoch um neue Erkenntnisse, um auf die veränderten Bedingungen unserer Zeit reagieren und möglichst allen Patienten helfen zu können.
Vor rund 250 Jahren hat der deutsche Arzt Samuel Hahnemann das homöopathische Heilverfahren begründet. Seitdem hat sich die Welt und haben sich auch die Krankheiten verändert, nicht alle lassen sich mit den rund 400 Arzneien der klassischen Homöopathie behandeln. Gerade die in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt auftretenden Allergien, Autoimmunkrankheiten und Krankheiten ungeklärter Diagnose lassen sich weder schulmedizinisch noch klassisch homöopathisch gut behandeln.
Aus diesem Grund machen sich zeitgenössische Homöopathen die Erkenntnisse der Naturwissenschaften und der Psychologie zunutze und nutzen auch bislang unbekannte mineralische, pflanzliche und tierische Arzneien.
Damit stehen uns nahezu 10 000 verschiedene Arzneien zur Verfügung. Um bei der Auswahl eine passende Arznei zu finden, haben wir das Anamnesegespräch verändert und lassen neben den Symptomen der Krankheit und der psychischen Verfassung auch die Herangehensweise an das Leben in die Arzneimittelwahl einfließen. Diese Methode hat verschiedene Namen: moderne, zeitgenössische Homöopathie, Empfindungsmethode, sensation method, Personal Evolution Model nach Mahesh Gandhi, Methode nach Michal Yakir, nach Jan Scholten.
Da die klassische Homöopathie vor allem Krankheitssymptome für die Arzneifindung nutzt, sprechen wir vom symptombasierten Ansatz. Dagegen ist der moderne Weg ein systemischer Ansatz.
Wenn beide Wege, der klassische, symptomenbasierte, und der moderne, systemische, zusammenkommen, ist die Verschreibung sicher, und die Patienten erzählen anschließend oft von umfassenden Heilungserfolgen, sowohl den Körper als auch die Psyche betreffend.
Klassischer Weg
Nach Samuel Hahnmann, James Tyler Kent
Boger/Bönninghausen-Methode
Basierend auf den Erkenntnissen von Bönninghausen und Boger, die Symptome genutzt haben, die sich wie rote Fäden durch einen Fall ziehen.
Miasmen, Nosoden
Die Lehre von Miasmen kann unterschiedlich verstanden werden. In Sankarans Empfindungsmethode wird mit den Miasmen die Art der Reaktion erfasst. In der klassischen Homöopathie und im Verständnis von Yves Laborde geht es um grundlegende Reaktionsmuster, eingeteilt nach den Krankheiten, die über Generationen immer wieder aufgetreten sind. Falls gut gewählte Mittel nicht die erwünschte Wirkung haben, kann die Gabe einer zu dem Miasma passenden Nosode helfen, den Fall zu klären, damit anschließend das konstitutionelle Mittel wirken kann.
Rajan Sankaran:
Empfindungsmethode, sensation Method
Superklassen
Fünf-Finger-Methode
Jan Scholten
Periodensystem, Pflanzenfamilien
Mahesh Gandhi:
Personal Evolution Model
Anne Vervarcke
Vital Aproach
B. und S. Joshi und ihre Maps
Peter Tumminello, Edith Helene Dörre
homöopathische Edelsteinmittel
Michal Yakir
Pflanzensystematik
In der Regel verwende ich einen oder mehrere systemische Ansätze, um das Feld von 10.000 Arzneien einzugrenzen. Wenn ich dann weiß, in welchem Bereich ich nach der Arznei suchen muss, nutze ich die Symptome der Patienten, um die Arznei auszuwählen.
Die Superklassen sind eine komplexe Systematik, die der indische Homöopath und Arzt Rajan Sankaran entwickelt hat, wichtiger Vertreter der modernen Homöopathie und Begründer der Empfindungsmethode, auf Englisch: sensation method. Anfang 2024 habe ich sein Buch "Schema 2.0" in dem es auch um die Superklassen geht, ins Deutsche übersetzt.